Definition

Akne ist eine multi-faktoriell bedingte Hautkrankheit hauptsächlich des Talgdrüsenfollikels, die zunächst nicht-entzündliche Komedonen (“Mitesser”) hervorbringt, im weiteren Verlauf aber auch entzündliche Effloreszenzen wie Papeln, Pusteln und Knoten entstehen lassen kann. Wichtigstes Kriterium der Akne ist das Vorhandensein von Komedonen.

leichte bis mittlere Akne

leichte bis mittlere Akne © Suzanne Tucker / Bigstock.com

Akne ist in der Regel harmlos und tritt hauptsächlich bei Jugendlichen auf. Schätzungsweise 70 bis 90 Prozent der Teenager zeigen Akne-Hautveränderungen, jedoch entwickelt sich nur bei etwa 10-30 Prozent eine klinische Akne, die behandelt werden muss. Bei über 70 Prozent verläuft die Erkrankung mild. Akne tritt vor allem zwischen dem 15. und 18. Lebensjahr auf (bei Jungen meist später und stärker als bei Mädchen) und gilt als eine Art “Volkskrankheit”.

Der Begriff Akne stammt ursprünglich aus dem Griechischen von “akme” (“Spitze, Reife, Blüte”). Durch eine fehlerhafte Transkription entstand daraus der lateinische Begriff “acnas”. Im Englischen wurde die Akne als “rosy-drop” bezeichnet, was so viel wie “Blüte” bedeutet. Diese Bezeichnung ist auf die spitze Form der Pusteln zurückzuführen. Die Übersetzung aus dem Englischen ins Deutsche erfolgte im neunzehnten Jahrhundert.

Akne Formen & Sonderformen

Die Hauterkrankung Akne lässt sich anhand ihrer Ursache, Ausprägung/Schweregrad und dem Lebensalter des Betroffenenden einteilen bzw. systematisieren. Anhand dieser Einteilung sind dann Akne-Formen und Sonderformen (die mitunter nicht die für Akne typische Komedonenbildung zeigen) definierbar.

Akne Formen nach Lebensalter

Die Einteilung nach Lebensalter kennt drei Formen der Akne:

  • Acne neonatorum: Akne im Neugeborenenalter
  • Acne infantum / Akne infantilis: Akne im vorpubertären Kindesalter (ab 3. Lebensmonat)
  • Acne tarda: Akne im fortgeschrittenen Erwachsenenalter, üblicherweise nach dem 25. Lebensjahr.

Akne Formen nach Ausprägung und Schweregrad

Nach Ausprägung bzw. Schweregrad unterscheidet man die Acne comedonica, die Acne papulo-pustulosa und die Acne conglobata. Bei der leichten Acne comedonica treten vor allem Komedonen und maximal nur sehr wenige, leichte Entzündungen (Papeln) in der T-Zone (Stirn-Nase-Kinn) auf. Die Haut ist großporig und leicht glänzend bis fettig. Sie heilt in der Regel ohne eine Narbenbildung ab. Die Acne papulo-pustulosa kennzeichnet sich durch Papeln und Pusteln, die zu einer Narbenbildung führen können. Sie befinden sich nicht nur im Gesicht, sondern darüber hinaus im Bereich von Dekolleté, Oberarmen, Brust und Rücken. Die schwerste Form ist die Acne conglobata. Bei ihr bilden sich zusätzlich sogenannte, teilweise schmerzhafte, Fistelkomedonen und Knoten, eine starke Vernarbung ist möglich.

Akne Formen nach Ursache

Anhand ihrer Ursache kann die Hauterkrankung Akne in eine endogene, exogene, die manchmal auch extra geführten, medikamentös bedingte und physikalisch bedingte Akne eingeteilt werden, denen unterschiedliche Akneformen und -Sonderformen zugeordnet werden können.

Endogene Akne

Zur endogenen Akne gehören Formen, die ihre Ursachen in Veränderungen des Körperstoffwechsels haben.

Acne vulgaris

Die Acne vulgaris (“gewöhnliche Akne”, “Pubertäts-Akne”) ist die häufigste endogene Akneform und wird deshalb hier etwas ausführlicher dargestellt. Sie ist durch hormonelle Veränderungen im Körper bedingt. In der Pubertät steigt die Konzentration der männlichen Geschlechtshormone (Androgene) im Blut an, Jungen sind jedoch häufiger und stärker von den Auswirkungen betroffen (Mädchen vor allem während des weiblichen Zyklus und in der Schwangerschaft). Die Hormone bedingen eine erhöhte bzw. verstärkte Talgproduktion, die zu einer Verhornungsstörung im Ausgang des Talgdrüsenfollikels führen kann, wenn die Talgdrüsen durch Hornzellen verstopfen und der Talg nicht abfließen kann. In der Folge bilden sich Komedonen (dunkel gefärbt durch den Hautfarbstoff Melanin), die bei einer möglichen Entzündung zu Papeln, Pusteln oder Knoten führen. Betroffen sind vor allem Hautregionen mit vielen Talgdrüsen, wie Gesicht, Schulter, Nacken, Rücken, Dekolleté, seltener die Achseln, Genital-, Gesäß- und Leistenregion. In der heutigen Medizin lässt sich die oftmals harmlos und milde verlaufende Acne vulgaris recht gut behandeln, sofern früh genug mit einer Therapie beim Hautarzt begonnen wird. Betroffene können mit einer entsprechenden Reinigung und Pflege der Haut die Behandlung unterstützen. Ein kleiner Trost ist, dass die Acne vulgaris mit Ende der Pubertät von allein verschwindet, allerspätestens meist bis zum Beginn des dritten Lebensjahrzehnts.

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