Akne Ernährung

Low-Carb-Diät

Der Begriff Low-Carb kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt “wenig Kohlenhydrate”. Viele Aknepatienten berichten von positiven Effekten auf ihr Hautbild, wenn sie sich gemäß dieser “Leitlinie” ernähren. Es werden demnach hauptsächlich Lebensmittel gegessen, die wenige oder gar keine Kohlenhydrate enthalten. Die Kohlenhydratmenge der Nahrung ist also stark reduziert. Wie viel Kohlenhydrate verzehrt werden dürfen, hängt von der Form der Low-Carb-Ernährung ab.

Tägliche Kohlenhydratmenge begrenzen: Atkins-Diät

So gibt es zum einen den Ansatz, die tägliche Kohlenhydratmenge zu begrenzen. Dies ist zum Beispiel bei der Atkins-Diät der Fall. Hier ist die Menge der Kohlenhydrate besonders in der Anfangsphase sehr begrenzt. Diese Art der Ernährung ist jedoch einseitig: Sie kann zu Mangelerscheinungen führen, so dass Vitamine und Mineralstoffe über Zusatzpräparate aufgenommen werden sollten. Sinnvoll kann ein Multivitaminpräparat wie z.B. EUNOVA Multi-Vitalstoffe Langzeit Kapseln oder A-Z Komplex Ratiopharm sein. Für die Atkins-Diät wird auch die Einnahme von L-Carnitin empfohlen, sowie die Mineralien Zink und Magnesium als Nahrungsergänzung, z.B. als Zink 15 mg oder Magnesium Komplex 300 mg.

Glykämischen Index beachten: Montigniac-Diät und LOGI-Methode

Eine andere Methode besteht darin, nicht nur die Gesamtmenge der Kohlenhydrate sondern den glykämischen Index – also die Geschwindigkeit mit der die Lebensmittel den Blutzuckerspiegel erhöhen – zu beachten. Die Montigniac-Diät funktioniert nach diesem Prinzip. Dabei dürfen Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index in beliebiger Menge genossen werden. Auch die LOGI-Methode beachtet den glykämischen Index. Grundlage der Ernährung bilden hier kohlenhydratarme Obst- und Gemüsesorten, zubereitet mit Ölen, die einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren haben. Häufig gegessen werden dürfen proteinreiche Nahrungsmittel wie Eier, Hülsenfrüchte, Milchprodukte und mageres Fleisch. Selten erlaubt sind Vollkornprodukte, Kartoffeln und Reis. Süßigkeiten oder Lebensmittel aus Weißmehl sollten gar nicht oder nur als Ausnahme gegessen werden. Nicolai Worm, auf den die LOGI-Diät zurückgeht, empfiehlt, dass sich die tägliche Nahrung zu 45 Prozent aus Fett, zu 25 Prozent aus Proteinen und zu 30 Prozent aus Kohlenhydraten zusammensetzen sollte.

Glykämische Last vs. glykämischer Index

In der Praxis wird statt des glykämischen Index oft die glykämische Last eines Nahrungsmittels betrachtet. Das Problem beim glykämischen Index: Bestimmt wird die Blutzuckerreaktion von 50 g Kohlenhydraten in einem Lebensmittel im Vergleich zu 50 g Traubenzucker. Dabei ist nicht klar, welche Menge eines bestimmten Lebensmittels 50 g Kohlenhydrate enthalten. Die glykämische Last berücksichtigt neben dem glykämischen Index den Kohlenhydratanteil eines Lebensmittels und ist daher alltagstauglicher. So haben z.B. Möhren und Baguette den selben glykämischen Index. Allerdings enthalten Möhren viel weniger Kohlenhydrate, so dass der Verzehr von 100 g Baguette eine 6 mal höhere Blutzuckersteigerung zur Folge hat, als der Verzehr von 100 g Möhren. Demnach haben Möhren auch eine viel niedrigere glykämische Last als Baguette.

Viele Akne-Patienten haben eine Low-Carb-Diät ausprobiert und, wie Berichte zeigen, damit gute Erfahrungen gemacht. Ernährungswissenschaftler kritisieren die Low-Carb-Diät jedoch als einseitig: Im Verhältnis zu Kohlenhydraten werden zu viele Fette und Eiweiße aufgenommen. Studien, die diese Ernährungsweise mit anderen Diäten zur Gewichtsreduktion verglichen haben, konnten jedoch keine negativen Folgen nachweisen.

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