Akne Ernährung

Sowohl hochdosiertes Vitamin A als auch hochdosiertes Vitamin E können zur Therapie von Akne eingesetzt werden. Vitamin A als Nahrungsergänzungsmittel ist in Apotheken ohne Rezept erhältlich, so zum Beispiel Vitamin A von Allpharm. Es gibt auch Kombipräparate aus Vitamin A und Vitamin E, zum Beispiel VITAMIN A+E Hevert Kapseln. Vitamin E ist auch als Einzelpräparat zur Nahrungsergänzung erhältlich, zum Beispiel die VITAMIN E AL oder VITAMIN E AL forte. Hochdosiertes Vitamin E sollte allerdings nicht dauerhaft und nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.

Ein positiver Einfluss der B-Vitamine auf Akne ist umstritten. Während es für Vitamin B1, Vitamin B2 und Vitamin B3 Belege gibt, dass sie das Hautbild bei Akne verbessern, gilt dies nicht für Vitamin B5, Vitamin B6 und Vitamin B12. Insbesondere bei den letzten beiden ist Vorsicht geboten: Sie können möglicherweise eine bestehende Akne verschlechtern oder sogar Akne auslösen, wie eine Studie aus dem Jahr 1976 nahe legt.

Von komplexen Vitamin B-Präparten ist also eher abzuraten. Allerdings gibt es die B-Vitamine auch einzeln als Nahrungsergänzungsmittel: Vitamin B 1 Ratiopharm, Vitamin B 2 Jenapharm oder Niacin Kapseln (Niacin ist eine andere Bezeichnung für Vitamin B3).

Ausführliche Informationen zu den genannten und weiteren Vitaminen bietet die Serie zu Vitaminen und Akne in diesem Blog.

Verschlimmert westlicher Ernährungsstil die Akne?

Zu viele Kohlenhydrate, insbesondere Zucker, außerdem Milchprodukte und Fett: so sieht unser westlicher, moderner Ernährungsstil aus. Dass diese Art von Ernährung die so genannten Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes Typ 2 fördern kann, ist inzwischen allgemein bekannt. Auch viele Aknepatienten haben schon die Erfahrung gemacht, dass bestimmte Lebensmittel Akne verschlimmern können. Inzwischen gibt es auch wissenschaftliche Studien, die bestimmte Lebensmittel mit Akne in Verbindung bringen. Dazu gehören Milchprodukte und Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index, die den Blutzuckerspiegel besonders schnell und weit in die Höhe treiben. Das trifft auf alle Lebensmittel aus leicht verdaulichen Kohlenhydraten wie zum Beispiel Zucker oder Weißmehl zu.

Naturvölker ohne Akne

Wenn unsere moderne Ernährung möglicherweise Akne fördert, gilt dann im Umkehrschluss, dass Naturvölker, die sich ursprünglich ernähren, nicht unter Akne leiden? In der Tat gibt es Hinweise darauf. So stellte das Autorenteam um Loren Cordain in einer Studie aus dem Jahr 2002 fest: “Acne vulgaris – A disease of western Civilisation” (“Acne vulgaris – eine Krankheit der westlichen Zivilisation”). Er und sein Team untersuchten zwei Naturvölker in Papua Neuginea, die noch sehr ursprünglich leben. So fand sich unter 300 jugendlichen Kitavanindianern kein einziger Fall von Akne. Zum Vergleich: In einer genauso großen Gruppe westlicher Jugendlicher wären mindestens 120 Aknebetroffene zu erwarten gewesen. Die Kitavanindianer ernähren sich von Wurzelknollen wie Yamswurzeln, Fisch, Früchten und Kokosnüssen. Weißmehlprodukte, Kaffee oder Alkohol nehmen sie praktisch nicht zu sich. Eine ähnliche Situation fanden die Forscher bei den Achéindianern vor. Auch hier gab es keinen einzigen Fall von Akne – auch wenn sie einige westliche Lebensmittel wie Nudeln, Mehl und Brot konsumieren. Was besonders auffällt: Die Indianer verzehren vor allem Nahrungsmittel mit einem niedrigen glykämischen Index. Dies unterstützt die These, dass ein Verzicht auf stark blutzuckersteigernde Lebensmittel sinnvoll sein könnte.

Bereits in den 70iger Jahren gab es Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen westlichem Ernährungsstil und Akne. Der Allgemeinarzt O. Schäfer behandelte kanadische Inuit während ihres Übergangs zum westlichen Lebensstil. In einem Artikel von 1971 berichtet er, dass sie praktisch keine Akne hatten, so lange sie traditionell lebten und sich entsprechend ernährten. Hatten sie hingegen die westliche Ernährung übernommen, war Akne genauso häufig wie bei der Bevölkerung industrialisierter Länder anzutreffen. Auch er sieht einen Zusammenhang zwischen Akne und der neu übernommenen westlichen Ernährungsweise.

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