Tipps gegen Pickel nachm Rasieren & speziell bei Frauen

Glatte, zarte und schöne Haut – das war der Plan. Deswegen hat man sich rasiert, sich geduldig durch die Pickel und Mitesser der Pubertät gequält. Aber Pustekuchen – die Pubertät ist vorbei, die Pickel immer noch da. Und das Rasieren bringt kleine Pickelchen sowie Mitesser statt weicher Streichelhaut hervor. Mit ein paar einfachen Mitteln und Methoden kann man hier schnell Abhilfe schaffen.

Tipps gegen Pickel nach dem Rasieren, Intimrasur

Eigentlich sollte die Haut nach dem Entfernen der lästigen Haarstoppeln streichelzart und eben sein – von wegen! Nicht selten zieren Mitesser, Hautirritationen und Pickel das Gesicht oder den Intimbereich. Ein paar einfache Tricks helfen, Pickeln und rot-gereizten Hautstellen vorzubeugen:

Regel 1: Nur scharfes Rasierwerkzeug verwenden!

Nassrasierer oder Elektrorasierer – hier scheiden sich die Geister. Wer jedoch nach der Rasur zu Hautproblemen neigt, sollte gegebenenfalls die Rasurart wechseln und testen, ob die eigene Haut mit der anderen Methode nicht vielleicht besser klar kommt. Gerade für den Körper bzw. den Intimbereich bietet der Handel mittlerweile spezielle Rasierer an.

Generell aber gilt: Die verwendeten Rasierklingen sollten stets scharf sein! Die Rasur mit einer stumpfen Klinge sorgt für eine stärkere Reizung der Haut, weil die Haare hier eher „ausgerissen“ als abgeschnitten werden. Diese kleinsten Verletzungen begünstigen das Eindringen von Bakterien unter die Haut – und voilà, Pickel blühen auf. Zudem birgt eine verbrauchte Klinge durch das stärkere Drücken des Rasierers auf die betreffenden Körperpartien auch die Gefahr von größeren Verletzungen, die sich entzünden können.

Regel 2: Bei jeder Rasur Rasierschaum/Rasiergel benutzen!

Nassrasur mit Rasierschaum

Nassrasur mit Rasierschaum © Liv Friis-Larsen / Bigstock.com

Klar ist es manchmal lästig und kostet Zeit, aber auch bei der schnellen Rasur des Intimbereichs unter der Dusche oder der fixen Bartstoppelbeseitigung vor dem Spiegel sollte immer ein Rasierschaum oder ein Rasiergel zum Einsatz kommen, etwa der Avene Rasierschaum oder Vichy Homme Rasierschaum Anti Hautirritationen. Dabei Schaum oder Gel kurz einwirken lassen und dann erst den Rasierer schwingen. So weicht die störende Behaarung auf und lässt sich leichter entfernen. Vor allem aber wird die Haut sehr viel weniger gereizt als bei einer „Trockenrasur“, und das beugt Pickeln vor.

Regel 3: Immer in Wuchsrichtung rasieren!

Erscheint zunächst weniger akkurat und widerspricht dem eigenen Impuls beim Ansetzen der Rasierklinge, wirkt aber positiv gegen Pickel und Mitesser: immer in Haarwuchsrichtung und nie gegen den Strich rasieren! Denn auch beim Rasieren gegen die Haarwuchsrichtung werden die Haare weniger abgeschnitten als vielmehr ausgerissen, bieten die entstehenden Mikroverletzungen Bakterien einen 1A-Zugang unter die Haut – und trotz Rasierschaum und scharfer Klinge stehen Pickel auf dem Programm. Dies gilt vor allem bei der Rasur im Intimbereich, da die Haut hier besonders zart ist und durch das Tragen von Kleidung leichter schwitzt.

Regel 4: Nach der Rasur die Haut pflegen!

Nach dem Rasieren ist erst einmal eine behutsame Hautpflege angesagt: Ob Aftershave, alkoholfreier Rasurbalm oder sanfte Pflegelotion, jetzt braucht die Haut ein wenig Feuchtigkeit und Entspannung, z.B. durch das Avene After Shave Balsam. Geeignet für die Behandlung gegen Pickel nach dem Rasieren ist auch Babypuder. Jedoch sollten die verwendeten Pflegeprodukte stets dem individuellen Hauttyp angepasst werden – hier im Zweifel mehrere Sorten testen.

Tipps gegen Pickelmale, Pickelrötungen und Pickelnarben

20. Dezember 2010 · Mittel und Behandlung · 1 Kommentar ·

Sind Pickel erstmal erfolgreich bekämpft, bleiben leider nicht selten unschöne Rötungen, Pickelmale oder Narben zurück. Mit dem richtigen „Gewusst, wie“ wird die Hautregeneration jedoch gefördert und die Pickel-Rückstände/-Überbleibsel gehören bald der Vergangenheit an.

Tipps gegen Pickelmale und Pickelrötungen

Lästig und störend: Hellrote bis braune Hautstellen, die dort leuchten, wo früher ein fieser Pickel gewesen ist. Die gute Nachricht: Meistens heilen solche Male von selbst wieder ab. Die schlechte Nachricht: Das kann einige Wochen, aber auch mehrere Monate dauern. „Abwarten und Teetrinken“ heißt da die Devise. Wer sich damit nicht zufrieden geben möchte, kann den Flecken mit ein paar Tricks vorsichtig zu Leibe rücken.

Hausmittel gegen Pickelmale und Pickelrötungen

Als hilfreich gegen Pickelmale und Pickelrötungen hat sich z.B. die Lymphmassage erwiesen. Dazu die Pickelmale sanft massieren. Das lockert das Gewebe, fördert die Durchblutung und hilft der Haut, sich selbst zu heilen. Vorteil: einfach und mehr als günstig. Nachteil: braucht Zeit, wirkt nur langfristig.

Weiterer Tipp gegen Pickelmale und Pickelrötungen: UV-Bestrahlung. Ob Sonne oder Sonnenbank, beide bleichen Pickelmale und Pickelrötungen bzw. bräunen die umliegende Haut, sodass die Rötungen weniger auffallen. Auch hier wird die Durchblutung angeregt, was die Hautregeneration begünstigt. Aber: Auf ausreichenden Sonnenschutz achten (z.B. Ladival Sonnenschutz-Gels oder Sun Protection Serie), das Sonnenbaden nicht übertreiben!

Tipps gegen Pickelmale und Narben

Tipps gegen Pickelmale und Pickelnarben © by CC

Ebenso leicht durchführbar: Die regelmäßige Einnahme von Brennnesseltee und Buttermilch, Schwarzkümmelöl oder Kaktusfeigenkernöl, das abends in die betroffenen Stellen einmassiert wird. Das beruhigt die Haut und ist entzündungshemmend. Auch Zinksalbe (etwa Zinksalbe Lichtenstein, Avene Cicalfate, LRP Cicaplaste) hilft gegen Pickelmale und Pickelrötungen.

Zudem bietet der Handel mittlerweile eine weitreichende Palette an Cremes und Salben gegen Pickelmale und Hautverfärbungen, etwa von La Roche Posay (Rosaliac) oder Avene (Antirougeurs Tag Beruhigende Emulsion oder Antirougeurs Tag Beruhigende Creme). Weiterhin hat die regelmäßige Behandlung durch Peelings und Gesichtsmasken einen positiven Effekt auf Pickelmale (z.B. Cleanance MASK Peeling-Maske von Avene).

Weitere Möglichkeiten: Auch Akupunktur und Kinesiologie haben mitunter einen positiven Effekt auf Pickelmale – hier jedoch die Beratung durch einen Fachmann suchen.

Medizinische Methoden gegen Pickelmale und Pickelrötungen

Für die medizinische Behandlung von Pickelmalen und -rötungen muss grundsätzlich der Fachmann aufgesucht werden. Dermatologen führen etwa folgende Maßnahmen durch:

  • chemische Peelings (etwa mit Trichloressigsäure)
  • Strahlenbehandlung
  • Laserbehandlung
  • Magnetfeldtherapie
  • Mikrodermabrasion
  • kosmetische Operationen (eher für die Beseitigung von Pickelnarben geeignet)

Tipps gegen Pickel zum Selbermachen

2. Dezember 2010 · Mittel und Behandlung · 3 Kommentare ·

Unschöne Hautunreinheiten lassen sich oft bereits mit einfachen Haus- und Naturheilmitteln erfolgreich bekämpfen. Nichtsdestotrotz gilt: Führen keinerlei Maßnahmen zum Erfolg und/oder verschlimmert sich der Hautzustand, sollte ein Facharzt aufgesucht werden.

Beauty-Tipps gegen Pickel zum Selbermachen

Ein gutes Hausmittel gegen Pickel und Mitesser: Selbstgemachte Gesichtsmasken und Gesichtswasser sind einfach, schnell sowie günstig herzustellen und können überall eingesetzt werden – auch bei Pickeln am Rücken, im Dekolltee, auf den Armen etc. Anwendung: in der Regel ein- bis zweimal pro Woche.

Gesichtsmaske

Gesichtsmaske gegen Pickel © Subbotina Anna / Bigstock.com

  • Papaya-Gesichtsmaske: Pflegend – Fruchtfleisch einer Papaya mit einer Gabel zerdrücken, mit drei Esslöffeln Sahne verrühren. Auftragen und 30 Minuten einwirken lassen. Mit lauwarmem Wasser abwaschen.
  • Hefe-Gesichtsmaske: Glättend und reinigend – Einen Würfel Hefe oder ein Päckchen Trockenhefe mit lauwarmer Milch verrühren, bis eine glatte Paste entsteht. Diese auf die leicht angefeuchtete Haut auftragen, trocknen lassen. Dann mit lauwarmem Wasser abwaschen. Auch möglich: Einnahme als Kapsel (Bierhefe).
  • Heilerde-Gesichtsmaske: Fördert die Durchblutung und befreit von Talg und Fett – Heilerde-Pulver mit lauwarmem Wasser zu einer dickflüssigen Paste verrühren, auftragen. Einwirken lassen, bis die Maske durchgetrocknet ist, jedoch mindestens eine Stunde. Dann mit lauwarmen Wasser entfernen. Der Extra-Tipp: Spannt die Haut zu stark, beim nächsten Einsatz das Wasser zum Erstellen der Maske mit Sahne oder Kamillentee ersetzen. Anwendung: zwei- bis dreimal pro Woche.
  • Petersilien-Quark-Gesichtsmaske: Erfrischend und glättend – Einen halben Strauß gehackte Petersilie mit zwei Esslöffeln Quark mischen. Dick auf die Gesichtshaut auftragen, 20 Minuten einwirken lassen und mit lauwarmem Wasser abspülen. Je nach Vorliebe kann der Quark auch durch Joghurt ersetzt werden.
  • Kieselerde-Gesichtsmaske: Reinigend und erfrischend – Kieselerde mit einem halben Eigelb, einem Teelöffel Honig und einem Teelöffel Sahne zu einer glatten Paste verrühren. Auftragen, 15 Minuten einwirken lassen, mit klarem Wasser abwaschen.
  • Tonerde-Gesichtsmaske: Pflegend und glättend – Einen Esslöffel Sonnenblumenöl mit drei Esslöffel essigsaurer Tonerde mischen. Paste auftragen und mindestens eine Stunde einwirken lassen, dann mit lauwarmen Wasser abwaschen.
  • Orangenschalen-Gesichtsmaske: Eine Orange schälen, die Schalen zermalen und mit Wasser mischen. Auftragen und mindestens eine Stunde einwirken lassen. Dann mit lauwarmem Wasser abwaschen.
  • Honigmaske: Fünf bis zehn Esslöffel Milch mit drei bis vier Esslöffeln Honig und ein paar Tropfen Zitronensaft mischen, bis eine glatte Paste entsteht. Auf die Haut auftragen, 15 bis 20 Minuten einwirken lassen, mit lauwarmem Wasser abspülen. Anwendung: zwei- bis dreimal pro Woche.
  • Gesichtsmasken mit Apfelessig: Desinfizierend und heilend – Fünf Erdbeeren mit drei Esslöffel Apfelessig pürieren und drei Stunden ziehen lassen. Flüssigkeit abgießen und die Erdbeermasse auftragen. Über Nacht einwirken lassen und morgens mit lauwarmem Wasser abtragen. Andere Variante: Zwei Esslöffel Weizenkleie, fünf Esslöffel kohlensäurefreies Mineralwasser und einen Teelöffel Apfelessig zu einer glatten Paste verrühren. Auftragen, 30 Minuten einwirken lassen und mit lauwarmem Wasser abspülen. Glättend und feuchtigkeitsspendend – Drei Esslöffel Obstessig erwärmen und mit Bienenwachs verrühren, bis eine sämige Paste entsteht, Auftragen und mindestens eine Stunde einwirken lassen, danach mit warmen Wasser entfernen.
  • Gesichtswasser aus Apfelessig und Mineralwasser: Mineralwasser und Apfelessig im Verhältnis 1:1 mischen, morgens und abends mit einem Wattepad zur Gesichtsreinigung verwenden.
  • Gesichtswasser aus Zitronensaft und Rosenwasser: Zitronensaft und Rosenwasser miteinander mischen, morgens und abends auf die Haut auftragen.
  • Gesichtsreiniger mit Lavendelöl: 15 Tropfen Lavendelöl, 25 ml Hamameliswasser und 75 ml destilliertes Wasser zusammen in eine dunkle Flasche füllen, Flasche verschließen und gut schütteln. Zur Gesichtsreinigung einige Tropfen auf einen Wattepad geben. Täglich mehrfach wiederholen. Alternativ statt Lavendelöl Teebaum- oder Manuka-Öl verwenden.

Tipps gegen Pickel im Gesicht, am Po und Rücken

Ein unschöner Pickel auf der Stirn, kleine Bläschen rund um den Mund, auffällige Mitesser im Ausschnitt – egal wo am Körper, damit ist jeder schon einmal konfrontiert worden. Solange hier keine ernsthaften Erkrankungen vorliegen, sorgen einfache Tricks und Mittel in den meisten Fällen für eine reine Haut. In der Serie Tipps gegen Pickel erfahren Betroffene alles, was sie wissen müssen, um die ungeliebten Störenfriede loszuwerden.

Vom richtigen Umgang mit Pickeln und Mitessern

Erste Regel: Eine einzige Ursache gibt es nicht. Stattdessen entstehen Pickel aus einer Kombination von Faktoren, etwa psychischem Zustand, falscher Hautpflege, hormonellen Schwankungen, ungesunder Ernährung etc. Dies sorgt für eine erhöhte Talgproduktion, die die Hautporen verstopft. Hier sammeln sich dann Bakterien an, die Entzündungen auslösen – schlimmstenfalls entsteht eine ausgewachsene Akne. Im Kampf gegen Mitesser ist also zunächst Ursachenforschung angesagt, um im zweiten Gang die verstärkte Talgproduktion und damit das Bakterienwachstum zu stoppen.

Zweite Regel: Finger weg! Drücken und/oder Quetschen an Pickeln, die noch keine „reife Entzündung“ aufweisen, endet meistens in starken Infektionen und macht aus dem kleinen Problem ein langwieriges Unterfangen, das in Narbenbildung enden kann. Daher ist hier die professionelle Hilfe einer Kosmetikerin oder des Hautarztes angesagt.

Dritte Regel: Geduld! Egal, welche Maßnahme Betroffene wählen, Pickel und Mitesser verschwinden leider nicht so schnell, wie sie auftauchen. Je nach Schweregrad kann es Wochen und Monate dauern, bis man die lästigen Hautunreinheiten dauerhaft los ist. Generell gilt: Je schwerer der Befall, desto eher sollten Betroffene ihren Hautarzt aufsuchen – denn steckt eine ernsthafte Erkrankung (eine „ausgewachsene“ Akne) dahinter, sollte diese unter ärztlicher Aufsicht behandelt werden.

Tipps gegen Pickel im Gesicht

Die richtige und konsequente Hautpflege beugt Pickeln im Gesicht bereits im Vorfeld vor. Und das funktioniert so: Betroffene reinigen und pflegen ihre Haut täglich und gründlich mit Hautpflegeprodukten, die ihrem Hauttyp entsprechen. Dabei sollten Waschlotionen seifenfrei, Gesichtswasser mild und Cremes entzündungshemmend sein. Besonders empfehlenswert: Waschlotionen und -syndets mit einem ph-Wert von 5,5. Entsprechende Produkte sind das Zeniac Waschgel, die Reinigungslotion für überempfindliche Haut von Avene und das sebamed Waschstück. Sie schonen den Säureschutzmantel der Haut und beugen dem Eindringen von Bakterien vor. Bei der Hautpflege unbedingt Maß halten: morgens und abends sorgfältig waschen reicht völlig! Wer bei der Hautreinigung übertreibt, muss mit einer Verschlimmerung des Zustandes rechnen. Eine etwas aufwendigere Lösung: Ein zehnminütiges Kamillendampfbad, um die Hautporen zu öffnen, dann der Haut das normale Pflegeprogramm zukommen lassen.

Einmal in der Woche können Gesichtsmasken (Luvos-Heilerde Gesichtsmaske) oder auch Peelings gegen Pickel im Gesicht eingesetzt werden. Letztere entfernen abgestorbene Hautzellen und öffnen die Hautporen. So kann Talg abfließen, Bakterien und Pickel haben dann keine Chance. Insbesondere Peelings mit Fruchtsäure wirken hornschuppenlösend, sollten jedoch nicht allzu oft durchgeführt werden – sie können die Haut reizen, was zu vermehrter Pickelbildung im Gesicht führen kann. Ein gutes Peeling bietet die Cleanance MASK Peeling-Maske von Avene.

Tipps gegen Pickel im Gesicht

Tipps gegen Pickel im Gesicht © by CC

Wer auf chemische Waschlotionen und Cremes verzichten will, setzt auf Naturheilmittel wie Aloe vera, Heilerde und Manuka-Öl. Auch Sonnenbestrahlung (auf ausreichenden und geeignete Sonnenschutzmittel achten!) sowie Rotlicht wirken sich positiv auf die Pickel und Mitesser aus, da die Haut hierdurch besser durchblutet wird. Zink dagegen kann in Tablettenform eingenommen (Unizink 50 oder Zink 15 mg) oder als Salbe (bspw. Zinksalbe Lichtenstein, Cicalfate oder Cicaplaste) direkt auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden.

Eine wichtige Waffe gegen Pickel im Gesicht: die Ernährung. Hier ist Vollwertkost das Mittel der Wahl. Sie besteht aus möglichst wenig Zucker sowie kaum Milch und Milchprodukte sowie selten Fleisch. Fertigprodukte, Konservennahrung, Salz, gehärtete Fette, Alkohol und Nikotin werden vermieden. Dafür stehen viel frisches Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte auf dem Speiseplan. Auch bestimmte Vitamine können als Nahrungsergänzungsmittel bei Akne helfen.

Ein weiterer Tipp gegen Pickel im Gesicht ist Stressvermeidung, denn Effloreszenzen entstehen gerade dann, wenn Dauerbelastungen der Psyche und dem Körper zu schaffen machen. Auch Unzufriedenheit, unbearbeitete Probleme oder angespannte Situationen können zu Hautirritationen führen. Haben Betroffene den Eindruck, ihren inneren Seelenzustand quasi „im Gesicht“ zu tragen, hilft neben Entspannungsübungen und Stressvermeidungstaktiken auch die Beratung durch einen Psychologen oder Heilpraktiker.

Acné Excoriée – den Teufelskreis durchbrechen (Teil 2)

21. Oktober 2010 · Akne-Formen · 3 Kommentare ·

Im ersten Teil der Serie zur Acné excoriée des jeunes filles gab es eine Einführung in die Impulskontrollstörung, etwas zur Geschichte, zu Ursachen und Symptomen der Dermatillomanie. In diesem zweiten und letzten Teil geht es um die Diagnostik, Möglichkeiten der Therapie/Behandlung und Hilfe bei der Skin Picking Disorder.

Diagnostik der Dermatillomanie

Obwohl schon lange als Erkrankung bekannt, ist die Acné excoriée bisher wenig erforscht. Einheitliche, standardisierte Beurteilungskriterien existieren nicht, jedoch wurden in den letzten Jahren im Rahmen verschiedener Studien einige Modelle zur Diagnostik entwickelt. Dazu gehören unter anderem Bewertungskriterien wie die Art der Verletzung an sich, die Intensität des Drangs, sich zu verletzen, die Verletzungshäufigkeit, die Dauer eines Schubs, die Kontrolle über das eigene Verhalten, Ablauf des Schubs und damit verbundene Gefühle (vorab, währenddessen, danach). Letztlich kann eine Diagnose nur in einem individuellen Diagnostik-Prozess durch den Hautarzt sowie begleitend durch einen Psychologen oder Psychotherapeut erstellt werden.

Acné excoriée Therapie/Behandlung

Skin Picking

Skin Picking © imagepointfr / Depositphotos.com

Behandlung der aktuellen Verletzungen

Je nach Ausprägung der Erkrankung ist zunächst einmal die Behandlung der aktuellen Verletzungen nötig. Hier hilft der Hautarzt weiter. Sind bereits Entzündungen aufgetreten, bietet sich die medikamentöse Therapie mittels oraler Antibiotika sowie lokaler antibiotischer Lösungen an. Nach Abklingen der Entzündungen können hydrochinonhaltige Medikamente, ein Kryopeeling oder ein chemisches Peeling eventuelle Pigmentverschiebungen positiv beeinflussen.

Verhaltensmodifikation bzw. kognitive Verhaltenstherapie

Zur Auflösung der Gesamtproblematik reicht die alleinige Behandlung der Hautirritationen jedoch nicht aus. Da das Verhalten von Betroffenen als impulsiv sowie unkontrollierbar beschrieben und durch einen als unangenehm empfundenen emotionalen Zustand ausgelöst wird, zählen Psychiatrie und klinische Psychologie die Dermatillomanie zu den Impulskontrollstörungen. Aktuelle und erfolgreiche Behandlungsansätze arbeiten daher mit Verhaltensmodifikation bzw. kognitiver Verhaltenstherapie. Dabei trainieren behandelnde Therapeuten mit ihren Patienten die bewusste Wahrnehmung des eigenen Verhaltens, die ebenso bewusste Entspannung in Situationen, die neue Krankheitsschübe auslösen können, sowie alternatives Verhalten bei Auslösung eines neuen Schubs und verhaltensabhängiges Vorgehen, das heißt einen „Notfallplan“, wenn der Schub nicht abgewendet werden kann. Alle genannten Trainings sind jeweils individuell mit den Therapeuten zu entwickeln. Ziel der Verhaltenstherapie ist, nicht nur ein Bewusstsein für Auslöser und Anzeichen der Zwangsstörung zu entwickeln, sondern ein funktionales Verhalten zu etablieren, das eine bewusste und gezielte Selbststeuerung des Betroffenen ermöglicht.

Selbstsicherheit- und Entspannungstechniken

Meditieren

Meditation bei Dermatillomanie © Christopher Waters / Bigstock.com

Weitere psychotherapeutische Behandlungsansätze beschäftigen sich mit Selbstsicherheit- und Entspannungstechniken. So haben gerade Acné Excoriée-Betroffene aus Scham oftmals starke Probleme, in einem normalen Rahmen am alltäglichen Leben teilzunehmen. In der Therapie erlernen sie über verschiedene Techniken, ein neues Körper- und Selbstbewusstsein aufzubauen sowie die eigene Selbstsicherheit wieder zu finden – eine der Grundlagen, um die Dermatillomanie erfolgreich besiegen zu können.

Zudem trainieren Therapeut und Patient verschiedene Möglichkeiten der Entspannung, die gezielt bei aktuellen Schüben eingesetzt werden können bzw. über die Stressvermeidung neuen Schüben vorbeugen. Hierbei haben sich etwa regelmäßige Meditationszyklen und Autogenes Training als förderlich erwiesen – denn hier geht es um die bewusste Ablenkung vom „Knibbeldrang“.

Weitere Methoden: Biofeedback und Hypnose.

Acné excoriée – der Zwang, sich selbst zu verletzen (Teil 1)

18. Oktober 2010 · Akne-Formen · Geben Sie einen Kommentar ab ·

Acné excoriée des jeunes filles, Dermatillomanie, Psychogene Excoriation, Neurotische Dermatose, Skin Picking Disorder – ein Krankheitsbild mit vielen Namen. Dabei ist die Acné Excoriée (AE) keine Hauterkrankung im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr eine so genannte Impulskontrollstörung (autoaggressive Zwangserkrankung). Konkret heißt das: Betroffene leiden in erster Linie an leichten Formen der Akne, verletzen ihre Haut aber zwanghaft. Dabei wird gekratzt, geknibbelt und gedrückt, bis aus kleinen Hautunreinheiten starke Entzündungen werden. Oftmals führt weiteres Verletzen dieser bereits entzündeten Körperstellen zu großflächigen Entzündungsherden und Narbenbildung. Kennzeichnend ist vor allem, dass die genannten Handlungen eher in spezifischen Sitz-Situationen stattfinden, etwa beim Lesen, Fernsehen, Telefonieren oder Auto fahren, und sich der bewussten Kontrolle entziehen. Dabei können Schübe über einige Minuten, aber auch über einige Stunden anhalten.

Dermatillomanie

Acné excoriée, Dermatillomanie, Skin Picking (17. Okotber 2010) © by CC

Geschichte der Acné excoriée (Skin Picking Disorder)

Erstmals medizinisch beschrieben wurde die Acné Excoriée 1875: Sir Erasmus Wilson, Chirurg und Anatom, beobachtete selbstverletzendes Verhalten (SVV) vor allem bei Patienten mit der Diagnose Neurose. Jedoch beschränkt sich der Zwang zur Dermatillomanie nicht etwa auf Patienten in psychiatrischen Einrichtungen, sondern findet sich durch alle Schichten und Altersklassen der Bevölkerung. Insbesondere Frauen, so zeigen Studien, scheinen öfter von der Zwangstörung betroffen zu sein als Männer. Da die Erkrankung jedoch sehr schamhaft besetzt ist und Betroffene daher selten Hilfe suchen, gibt es keine verlässlichen Daten zu Erkranktenzahlen. Aktuelle Schätzungen gehen jedoch davon aus, dass etwa 5,4 Prozent der Bevölkerung unter der Acné excoriée leiden.

Ursache der Acné excoriée des jeunes filles

Die Gründe der Dermatillomanie liegen nicht in einer grundlegenden Hauterkrankung. Ganz im Gegenteil, leiden die meisten Betroffenen doch nur an leichten Formen der Akne bzw. an leichten Hautunreinheiten. Stattdessen handelt es sich hier um eine Zwangsstörung, bei der Betroffene die eigene Haut verletzen. Ihre Ursache ist psychischer Natur: Hauptsächlicher Auslöser für einen Dermatillomanie-Schub sind Emotionen wie Trauer, Stress, Wut, Nervosität, Spannungen, Frustration oder Langeweile. Oftmals sind die Handlungen aber auch Teil der täglichen Bad- oder Tagesroutine – denn in vielen Fällen kommt der Wunsch nach einem perfekten Aussehen dazu. Oft neigen Patienten mit der Diagnose Acné Excoriée zu Depressionen, Dysthymie (depressive Verstimmung) oder Angststörungen, auch der Missbrauch von Suchtmitteln kann zur Dermatillomanie führen. Weitere Ursachen: Zwangsneurose (obsessive-compulsive disorder), Körperdysmorphe Störung (body dysmorphic disorder), besessen-zwingende Beschaffenheits-Störungen (obsessive compulsive personality disorder (OCPD).

Acné Excoriée: Symptome einer Dermatillomanie

Rücken kratzen

Acné Excoriée am Rücken © R. Eko Bintoro / Bigstock.com

Die Acné Excoriée beginnt vorwiegend in der Pubertät bzw. im jungen Erwachsenenalter und wird in den meisten Fällen zu einem chronischen Verhalten. Bevorzugte Körperstellen sind das Gesicht, der Oberkörper inklusive Nacken, Rücken und Brust sowie die Extremitäten (Arme und Beine). Dabei beschädigt mehr als die Hälfte der Patienten gesunde Haut, während die restlichen Betroffenen alle erdenklichen Hautveränderungen vom Mitesser über den Insektenstich bis hin zu Hautunebenheiten bearbeiten. Hierbei werden sowohl die eigenen Finger und Fingernägel eingesetzt als auch jegliches Werkzeug, das sich zum Durchstechen und Abtragen der Hautschichten eignet (z.B. Nadeln, Pinzetten und Lanzetten). Auch bereits entzündete, verkrustete und/oder bereits heilende Stellen werden weiterführend verletzt. Daher leiden viele Betroffene an teilweise großflächigen, nässenden Entzündungen der Haut, die im Laufe des immer wieder unterbrochenen Heilungsprozesses in Narben übergehen.

Laut Aussage vieler Patienten geschehen die Verletzungen unbewusst, entziehen sich der eigenen Kontrolle und können erst beendet werden, wenn das eigene Blut fließt. Schmerzen werden etwa erst später wahrgenommen, stattdessen kommt es zu einem Trance-ähnlichen Zustand, begleitet von Gefühlen der Erleichterung und Befriedigung. Im Anschluss an eine Verletzungssequenz treten Emotionen wie Verlegenheit, Scham und Schuld auf.

Weitere Symptome der Acné Excoriée finden sich im kognitiven und sozialen Verhalten. Dies beinhaltet die hohe Unzufriedenheit mit dem eigenen Äußeren, ein starkes Schamgefühl, den eigenen Körper der Öffentlichkeit zu präsentieren, sowie Schuldgefühle und die Angst, das eigene Zwangsverhalten könne öffentlich aufgedeckt werden. Als Resultat verweigern die Betroffenen immer stärker die Teilnahme an gemeinsamen Aktivitäten wie etwa Sport und ziehen sich aus dem sozialen Leben zurück. Es kommt zu erheblichen Verlusten der Lebensqualität, die sich auf Dauer immer weiter aufsummieren.

Zum Weiterlesen: Im zweiten Teil der Serie über die Dermatillomanie sind das Durchbrechen des Teufelskreises, Diagnostik, Therapie/Behandlung und Hilfe die Themen.

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